Blubb…

4. August 2008

Hier ein kurzer Zwischenstand: 1/5 des Hölzles sind schon wieder vorbei.
Ich sitz hier grad vor meinem PC und warte sehnsuchtsvoll auf den kommenden Montag, denn dann geht’s auch für mich endlich richtig los!
Man kann jetzt schon sagen dass die Temperaturen in diesem Jahr schon fast wieder verhältnismäßig sehr hoch sind.
Selbst wenn es ab sofort für fünf Wochen schneien würde läge die Durchschnittstemperatur aller drei Abschnitte zusammen deutlich über der der vergangenen zwei Jahre.
Rein theoretisch müsste der erste Abschnitt gerade auf dem weg vom Freibad zurück ins Hölzle sein, beziehungsweise schon dort angekommen. Da aber gerade heute das Wetter manch fragwürdige Dinge macht kann ich nicht sagen ob sie nicht schon nach dem Mittagessen wieder ins Trockene sind. Dass sie aber waren wage ich zu behaupten, man hat es mir erzählt^^

Morgen geht der erste Abschnitt dann schon fast wieder in seine finale Runde: die Nachtwanderung für alle Kinder ab neun Jahren, dann am Mittwoch der Selbstverwaltungstag mit Kindergruppen- und Waldheimleitern und dann ist auch schon fast wieder Samstag…

Ich persönlich werde versuchen über den zweiten und dritten Abschnitt hinweg etwas regelmäßiger direkt live und hoffentlich ab und an sogar in Farbe (Fotos) zu dokumentieren.
Diese Angaben sind allerdings ohne Gewähr. Ein Unbeteiligter Leser (Unbeteiligt im Sinne von noch keine Erfahrung in der Mitarbeit) kann sich das bestimmt weniger vorstellen, aber die Zeit vergeht rasend schnell. Man muss abends noch das Geländespiel oder das Gruppenprogramm für den nächsten Tag vorbereiten, dann passiert noch irgendwas total komisches und eh man sich versieht, das lachen endlich abflaut und man nur noch an sein Bett denkt sind plötzlich Stunden vergangen.
Aber wie schon gesagt, ich werde mein Bestes versuchen…

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Das Hölzle-Jahr, fast chronologisch

6. Juli 2008

So, Ich also nochmal. Man könnte fast meinen ich hätte nichts zu tun…

Es ist nur noch ein Katzensprung bis zum Eröffnungssonntag, mit dem alles anfängt (poplige 21 Tage…).

Da hinter den Kulissen natürlich immer mehr steckt als man vorher vermuten mag, hier ein kurzer Überblick über den Jahresablauf eines leidenschaftlichen Hölzle-Mitarbeiters.

Kurze Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel ist nicht sachlich. Er ist unter dem Einfluss von wallenden Emotionen entstanden. Man darf ihn nicht als objektiv auffassen!

Ende letzter Abschnitt: Weinen. Weil alles vorbei ist und es schon wieder fast ein Jahr geht bis wieder grenzenlose Action geboten ist.

Erste (Schul-)Woche: Laaaaaaangweilig! Es passiert nichts. Aber Nachmittags dann kann man sich nochmals im Hölzle versammeln und die letzten Spuren eines bedeutungsschweren Sommers in Kisten und Blockhütten verstauen, in Melancholie versinken und vom nächsten Sommer träumen. Ganz grob: noch 320 Tage.

November(?): Da uns Mitarbeitern im Winter langweilig ist dachte man sich irgendwann mal, man könnte doch ein Winterhölzle machen.
War ne super Idee, ist auch schon ein paar Jahre her, vor allem war das Wetter in den letzten beiden Jahren fast besser als im Sommer.
Man sieht alte Bekannte wieder, seinen es Mitarbeiter oder Kinder.
Und es ist ein Riesenspaß!
Jetzt läuft die Winterhölzle-Mitarbeiteranmeldung.

Dezember: Erste Emotionsausbrüche: Die Mitarbeiteranmeldung beginnt.
Es gibt immer Abschnitte die schneller voll sind als andere, aber es gibt genug Leute die nicht auf das Hölzle verzichten können, und so werden immer alle voll.
Meist bestehen jetzt schon die ersten Ideen mit wem man sich denn vorstellen könnte Gruppe zu machen, klappt aber leider nicht immer.

Januar: Die Mitarbeiter werden auf die Abschnitte verteilt, Endspurt in
Den Winterhölzle-Vorbereitungen, Beginn der Vorbereitung des Grundkurses, einer pädagogischen Schulung für alle neuen Mitarbeiter und Rookies (Hilfsmitarbeitern).

Februar: Ab Aschermittwoch das Winterhölzle,
weiter Grundkursvorbereitung.

März: Nach dem Winterhölzle ist vor dem Winterhölzle.
Für manche Mitarbeiter der ganz harten Sorte dürfte im Laufe diesen oder des nächsten Monats die Mitarbeiter-Anmeldung fürs Konfi-Camp ins Haus flattern. Freu!
Nicht zu vergessen: Kinderanmeldung!
Ist aber manchmal auch im April.
Außerdem im Sonderangebot: Bep-Vorbereitung (Bibel-Erzählplan, „Theater“ während dem Hölzle). Es wird ein Thema ausgesucht, manch einer belegt schon seine Traumrolle und träumt von der großen Karriere auf den Brettern, die den Sommer bedeuten. Fast zumindest….

Ostern: Direkt am Dienstag nach Ostern geht’s ab auf die Dobelmühle, Grundkurs.
Ein Riesenspaß und unterdurchschnittlich viel Schlaf.

Zwei Wochen später: Die Große Schulung. Ganz spannende Sache. Wieder auf der Dobelmühle, es ist fast die komplette Mitarbeiterschaft anwesend.
Jetzt geht’s ans eingemachte.
Die Stimmung ist gewohnt gut, die Gruppen werden eingeteilt, der BEP vorgestellt, Brainstorming zu den Höhepunkten, diverse Workshops zu Spielen/Basteleien…

Im Anschluss: Über Mai und Juni hinweg werden idealerweise die Gruppenprogramme vorbereitet, so dass diese bis zum ersten Abschnittstreffen Ende Juni fertig sind. Im Idealfall zumindest.
Die Tage zum Hölzle werden allmählich wirklich weniger, man muss anfangen sich die Zeit zu vertreiben.
Aber es ist ja Sommer.
Man kann Grillparties veranstalten, Im Planschbecken oder am Baggersee dösen.
Wem das noch nicht genügt der holt sich Abwechslung auf einem der zahlreichen Festivals die der Sommer zu bieten hat, außerdem ist bald schon Schützen und Unterricht und Vorlesungen neigen sich langsam dem Ende zu…
Und es ist Konfi-Camp, kurze Beschreibung siehe Grundkurs, nur die Location ist anders, nämlich Zelte auf dem Schachen.

Ende Juni: Schulung für Neue am Lebendbeispiel Hölzle. Endlich wieder die so lang vermisste Hölzle-Luft einatmen. Am Tag drauf Abschnittstreffen. Gruppenprogramm abgeben, Höhepunkte vorstellen und besprechen, mittags dann der Werk- und Bastel-Nachmittag, zum Beispiel Regale aufbauen.

Schützen: Idealer Freizeitvertreib.
Endlich ist mal wieder was los in Biberach.

„Woche 0“: Die Woche nach Schützen. Nur noch drei Tage Unterricht.
Jetzt geht’s los im Hölzle, es wird kinderfertig gemacht, jeder Mitarbeiter muss mal ran. Sonnensegel aufhängen, neues Material versorgen, in diesem Jahr durch den Umbau außerdem noch komplette Lager wie das der Kiste, unserer „Materialverwaltung“, wieder umräumen.
Und wir brauchen viel Material.

Eröffnungssonntag: Der Tag 0. Das Warten hat ein Ende. Sehr viel Spaß, sehr viele Kinder und endlich wieder Action.
Manche dürfen gleich am Tag drauf loslegen, andere müssen jetzt leider noch zwei oder vier Wochen warten bis der eigene Abschnitt losgeht…

Hölzle: Ohne Worte. Lässt sich nur ganz schwer beschreiben, man muss es erlebt haben. Uuuuuuh! So toll!

So, nach vielen Erinnerungen und Terminplanguckern (Ich wusste manchmal leider nicht mehr wann ich bestimmte Dinge chronologisch einordnen soll….) ist mein Werk vollbracht.

Für die Genauigkeit der Termine übernehme ich keine Garantie.

Es ist viel, ich weiß, tut mir ja auch Leid, ist aber schon echt kurz gehalten, ich könnte noch viel mehr erzählen.
Das ist natürlich nicht alles was so passiert.
Ein Jahr ist noch gespickt mit diversen anderen Dingen wie Klausuren, Prüfungen, emotionalen Hochs und Tiefs, Beziehungskrisseleien, vielen schönen oder weniger schönen Momenten…
Doch am Schluss sind eigentlich alle wieder glücklich.
Am Schluss eines Hölzle-Jahres.
Was bitte ist denn Silvester??


Kinder, wie die Zeit vergeht!

6. Juli 2008

Kleine Anekdote aus dem Leben einer jetzt ehemaligen Schülerin:
Wir schreiben das Jahr 2007, es ist der dritte Schultag nach den Sommerferien.
Man hat sich gegenseitig quasi schon alles erzählt was in den sechs Wochen Exil passiert ist (mit Exil sind die Ferien allgemein gemeint, nicht das Hölzle! Auch wenn man dort ebenfalls jeglichen Bezug zur Außenwelt verliert…) und langsam aber sicher wird man vor überschwänglicher Langeweile wieder wahnsinnig kreativ.
Und was tut gelangweilter Hölzle-Mitarbeiter außerhalb seiner zwei bis vier oder manchmal auch fünf Wochen im Jahr in denen das Leben um einen herum nur so explodiert? Genau. Er zählt die Tage bis es wieder „BUMMS“ macht.
Und das waren am 12. September besagten Jahres noch genau 319 Tage.
Und das ist, wenns um Hölzle geht, schon ne richtig lange Zeit.
Ich glaube, besagte Langeweile überkam mich in einer Doppelstunde Erdkunde (Hier ein Entschuldigung, falls mein ehrenwerter Lehrer das lesen sollte: Ich will nicht behaupten dass es am Unterricht lag, wirklich nicht. Aber im Bereich Freizeitgestaltung/Spaß gehen aus den antretenden Konkurrenten Hölzle und Schule Sieger und Verlierer ganz klar hervor…).

Aber, man glaubt es kaum, es ist viel zeit vergangen seither und viel passiert.
Wir haben das Winterhölzle vorbereitet und erfolgreich und mit viel Sonne hinter uns gebracht, in der Zwischenzeit waren auch einige Mitarbeiterschulungen, das Konficamp, diverse Schulabschlüsse…
Und jetzt kommt so langsam schon der Endspurt der Hölzle-Vorbereitungen.
Die Gruppenprogramme sind fast vollständig vorbereitet, die Höhepunkte wie das Geländespiel, die Nachtwanderung oder der Elternbesuchstag sind geplant und und hunderte von Leuten, angefangen von, natürlich, den Kindern, über die komplette märchenhafte Besatzung der Hölzleküche, die gesamte Mitarbeiterschaft bis hin zur Waldheimleitung warten sehnsüchtig darauf dass sie auch ausgeführt werden und freuen sich auf drei hoffentlich wundervolle Abschnitte.
Es sind heute noch genau vier Wochen. Eigentlich unfassbar dass die Zeit doch so schnell vergeht. Jetzt kommt noch kurz Schützen, dann wird im Hölzle schon wieder aufgebaut, diesmal im erweiterten Sinne, wir haben nämlich den Dachboden um- und ausbauen lassen.
Und dann Hölzle.
Und heute in zwei Monaten ist der ganze Spaß schon wieder vorbei.
Und dann wieder 320 tage. *heul*


Kreative Vorfreude (1)

29. April 2008

Ich laufe hinunter,
an der Schranke vorbei,
unterm Pavillon lang,
Richtung Blockhütte 2

Ich biege rechts ab
und sehe den Platz
der seit meiner Kindheit
so ist wie ein Schatz.

Das Feeling durchdringt mich
mein Herz klopft ganz schnell
der Kies knirscht leise,
noch ist´s nicht ganz hell

Zwischen den Segeln
scheint Sonne auf mich
ich blinzle nach oben
geblendet vom Licht.

Die Glocke ertönt
ein Mitarbeiter rennt
Erster Montag
und trotzdem verpennt.

Das wars für heute ich sag Tschüss und bis zum nächsten Mal^^


Noch 3 Monate…

27. April 2008


Es geht los!

24. April 2008

Nach erfolgreichem Grundkurs und großer Schulung auf der Dobelmühle kommen langsam die ersten Mitarbeiter ins Jugendwerk, um ihr Gruppenprogramm für ein hoffentlich wahnsinniges Hölzlejahr 2008 zu planen. Kein Wunder – Wir haben in der letzten Woche die Hundert-Tage-Grenze überschritten.
Zusammen mit grünen Bäumen und immer länger andauerndem Vogelgezwitscher kommt nicht nur der Sommer selbst langsam in unsere Gefilde, sondern bei über 150 Mitarbeitern langsam auch die ganz große Sehnsucht: Nach Kinderlachen, absoluter Unbeschwertheit, den anderen Mitarbeitern, die große Sehnsucht nach dem Hölzle.
Man vermisst die langen, äußerst unterhaltsamen Abende unter den von Lichterketten bestrahlten Sonnensegeln oder am Lagerfeuer, das abendliche Mitarbeiter-Hallenhockey oder die Sonntage an denen man sich im Zwielicht der Bäume genussvoll in der Hängematte räkelt oder voller Motivation auf dem Volleyballfeld steht oder dem Fußball hinterherhechtet.
Man vermisst die Kinder, die einen jeden Morgen über den Haufen rennen, weil sie die eine Nacht ohne ihren Mitarbeiter fast nicht überstanden hätten und sich deshalb unglaublich freuen diesem wieder um den Hals fallen zu können. Selbst die Mitarbeiterbesprechungen, bei denen man in der Dämmerung des Abendlichts immer hofft dass sie schnell vorbei gehen mögen, werden auf einmal zur fiktiven Alternative, der man sich gedanklich während so mancher Unterrichtsstunde oder Uni-Vorlesung bereitwillig hingibt.
Bereits in drei Monaten werden die Sonnensegel hängen und das Hölzle langsam von den Mitarbeitern “kinderfertig“ gemacht, bis dann knapp eine Woche später die Kinder und Mitarbeiter des ersten Abschnitts die alte Kiesgrube unsicher machen.
Bis dahin können wir nur versuchen, die Zeit mit träumen, Beachvolleyball spielen oder grillen schneller vergehen zu lassen, wenn’s dann noch wärmer wird haben wir bereits wieder die ersten Schulungen im Hölzle und wir können uns auf diversen Festivals oder auf Schützen ablenken.
Bis dann schließlich der Augenblick kommt, indem man fast frisch aus dem Bett im Hölzle in die morgendliche Mitarbeiterbesprechung stolpert und endlich angekommen ist.

In diesem Sinne möchte ich mich verabschieden und mich aufrichtig dafür entschuldigen dass ich hier so melancholisch vor mich hin sülze, aber es musste einfach mal raus.

Ich wünsche weiterhin eine schöne Zeit bis zum Hölzle 2008, und an alle Mitarbeiter: man sieht sich hoffentlich bald mal wieder im Jugendwerk!

Viele liebe Grüße mit Hölzlegeschmack von der Dröse


Noch 4 Monate…

27. März 2008